Rezension zu “Beim Leben meiner Schwester” von Jodi Picoult

Inhaltsangabe:

Die kleine Anna lebt eigentlich nur aus einem Grund: Sie soll das Leben ihrer großen Schwester Kate retten. Diese ist nämlich im Alter von 2 Jahren an einer schweren Form von Leukämie erkrankt. Da Kates Eltern und ihr Bruder als Spender nicht in Frage kommen, entschieden sich die Eltern für ein “Designerbaby”, das genetisch mit der kranken Tochter übereinstimmt. 
Doch als Anna 13 Jahre alt wird möchte sie mit Hilfe ihres Anwalts durchsetzen, dass sie nicht mehr als Ersatzteillager ihrer Schwester benutzt wird.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch ist man hin und her gerissen. Auf der einen Seite versteht man Anna sehr gut. Sie möchte nicht ihr Leben auf das ihrer Schwester aufbauen und abstimmen. Es ist für jeden selbstverständlich, dass sie sich wochenlang ins Krankenhaus legt und Schmerzen erleidet, um Kate am Leben zu halten, obwohl sie selbst gesund ist. Doch auf der anderen Seite hat es mich geschockt, dass sie ihre Schwester sterben lassen würde, weil sie eben nicht mehr das Ersatzteillager sein wollte. Aber so etwas kann man wohl erst dann beurteilen, wenn man selbst in so einer Situation steckt.

Das Buch ist echt sehr gut geschrieben. Ich fand es toll, dass man mit jedem Kapitel aus der Sicht einer anderen Person gelesen hat. Man hat etwas von ihrer Vorgeschichte erfahren und konnte sich somit perfekt in jede Person hineinversetzen. Die perfekte Art dieses Buch zu erzählen. Somit hat die Autorin vermieden, dass man einen einseitigen Blick auf das ganze Geschehen bekommt und vielleicht parteiisch wird, aber auch noch mehr hin und her gerissen ist.
Ein wahnsinnig gutes Buch, das ich jedem empfehle zu lesen. Es lohnt sich wirklich.
 

 

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