Kategorie-Archiv: Rezension

[Rezension]: Strange Days 2 – Fred Ink

Achtung, die folgende Inhaltsangabe spoilert leider etwas den ersten Teil!

Strange Days 2

Zum Inhalt:

Nachdem David wieder in seiner Welt ist, muss er sich dran halten, um hilfreiche Informationen über den reichen Investor Leuen zu bekommen. Dafür wagt er einen riskanten Einbruch in dessen extrem gut gesicherten Firmensitz. Durch Zufall trifft er dort auf die permanent fluchende IT-Expertin Jessy, die auch einsteigen möchte. Zusammen werden sie in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel verwickelt, das aufregender nicht sein könnte. 
Währenddessen entdeckt Alex die Parallelwelt, in der er sich gerade befindet. Mojo, sein kleiner blauer Begleiter, erzählt ihm einiges über dessen Welt und wie sie funktioniert. Immerhin greifen dort die bekannten physikalischen Gesetze nicht.
Das lässt Alex’ Geografenherz höher schlagen. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem er in Besitz von uraltem Wissen gelangt, das sein bisheriges Leben noch mehr auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:
DANKE für die kurze Zusammenfassung am Anfang!!! Mein Gott, was war ich froh drum. Es ist schon eine Zeit her, dass ich den ersten Teil gelesen (und verschlungen) habe. Deshalb hatte ich total Angst, schwer wieder in die Geschichte reinzukommen und keinen Zugang mehr zu finden. Aber dank der kurzen Zusammenfassug konnte ich ohne Probleme sofort starten, das war echt toll!
Das Format ist etwas ungewöhnlich, wie alle BoD-Bücher. Das tolle Cover macht es aber wieder wett: es ist unheimlich, es ist gruselig und es passt optimal zur Stimmung!

Um zu dem Eigentlichen zurückzukehren: was für ein “cränker shize”! Dieser recht spezielle Ghetto-Slang stört mich komischerweise überhaupt nicht, er passt einfach nur verdammt gut hier rein. Ohne “Alter”, “cränk”, “krass”, etc wäre es einfach nicht echt, sondern gekünstelt. Es peppt das Ganze auf, ohne dabei nervig oder aufdringlich zu sein, vielmehr nimmt es oft auf sympathische Art und Weise den Ernst der Lage.

Ständig hab ich mich während des Lesens gefragt, wie man bitte auf so was kommen kann. Der Autor hat hier eine komplett neue Welt erfunden, mit eigenen physikalischen Gesetzen, neuen Geschöpfen und einer mystischen Geschichte. Alles ist stimmig und passt. Szenenwechsel werden genau im perfekten Moment vorgenommen. Am Anfang verbringt man mehr Zeit bei einem Handlungsstrang, somit bekommt man die Chance, sich gut reinzudenken, bzw. sich erst mal in der jeweiligen Situation zurechtzufinden. Gegen Ende werden die Wechsel schneller. Wenn man sich lange in einer Handlung aufhält, wird es oft etwas zäh und langwierig. Man möchte wissen, was bei der anderen Person passiert. Geschieht es aber zu schnell, verflüchtigt sich leider die Spannung und kann in Langeweile umschwenken. Fred Ink hat wirklich den perfekten Moment erwischt, das war genau richtig so.
Was ich auch noch hervorheben muss, ist die vorgegebene Lese-Geschwindigkeit: Man kann sehr gut folgen, die Ereignisse überschlagen sich nicht so sehr, dass man sich “überfordert” fühlt. 

Was die Charaktere betrifft, kann ich mich nicht entscheiden, wer mir sympathischer ist: David, der keine Ahnung von dem hat, was er gerade tut, sich ständig tiefer reinreitet, dem immer ein frecher Spruch auf den Lippen liegt und der ganz offensichtlich ein schlechtes Händchen in Sachen Frauen hat. Oder Alex, der mindestens genauso planlos ist, aber (vom Gefühl her) eine Wandlung vollzogen hat. Er scheint mit seinen Aufgaben zu wachsen und verantwortungsbewusster zu werden. 

Ich muss zugeben, dass ich relativ lange für das Buch gebraucht habe. Das lag aber nur daran, dass ich Angst vor einem fiesen Cliffhanger am Ende hatte und nahtlos mit dem dritten Teil beginnen wollte, den ich leider noch nicht hier habe (ist hoffentlich schon unterwegs!!!). Ganz offensichtlich ist mein Plan nicht aufgegangen, urplötzlich war ich fertig mit dem Buch, ohne es gemerkt zu haben.

Strange Days 2 kann ich, wie Strange Days 1 auch schon, mit sehr gutem Gefühl weiterempfehlen. Es lohnt sich wirklich!

5 Sterne

Buchdaten:
Taschenbuch – 232 Seiten
Preis – 13,90 € [D]
Erscheinungsdatum 01. Dezember 2011 (1. Auflage)
Autor – Fred Ink
Genre – Science-Fiction, Fantasy
ISBN: 978-3-842-37475-1
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Mein herzlicher Dank geht an BoD für dieses Rezensionsexemplar!

BoD

[Rezension]: Das Buch der verborgenen Wünsche – Harriet Evans

Das Buch der verborgenen Wünsche

Zum Inhalt:

Natashas Leben ist momentan in einem richtigen Tief: ihre Arbeit läuft nicht mehr wirklich, sie hat gewaltige Beziehungsprobleme mit ihrem Ehemann Oli und schlussendlich stirbt ihre heißgeliebte Großmutter Granny

Für Grannys Beerdigung, fährt Natasha nach langer Zeit wieder zurück nach Summercove, dem Anwesen ihrer Großeltern. Dort hat sie während ihrer Schulzeit immer ihre Sommerferien verbracht, wie auch Jahre zuvor ihre Mutter und deren Verwandten.
Doch ein düsterer Schatten liegt über dem Haus: 1963 starb ihre Tante Cecily. Dieser tragische Tod liegt wie ein Nebel auf der kompletten Familie. Niemand redet je über dieses schreckliche Ereignis, es wird einfach totgeschwiegen. Doch während Natashas Besuch auf dem Anwesen, fällt ihr das Tagebuch der viel zu früh verstorbenen Tante in die Hände: dieses Tagebuch enthält nicht nur die Ängste einer 15-Jährigen, sondern auch ein dunkles Geheimnis.

Meine Meinung:

Die Geschichte hört sich total spannend an, was sie im Grunde auch ist. Leider hat sich der Schwerpunkt mehr in Richtung der Beziehungskrise von Natasha – Oli verlegt, was leider das mysteriöse Familiengeheimnis in den Hintergrund rückt.

Natashas Familie ist sehr groß, es gibt zahlreiche Verstrickungen zwischen den unzählbaren Familienmitgliedern. Die vielen Personen machen es schwer, die Namen richtig zuzuordnen, ich hab einfach den Überblick verloren.
Einige wurden einfach so nebenbei erwähnt, ohne dass sie näher erklärt werden. Dass sogar manche von ihnen zwei oder mehr Namen haben, machte das Ganze nicht einfacher (z.B. Melone – Frank; Granny – Frances – Franty).
Leider konnte ich mich für keinen Charakter wirklich erwärmen. Alle wirken irgendwie farblos und distanziert, ihnen fehlt einfach das gewisse Etwas, die Tiefe. Ich hatte immer das Gefühl, als ob sie alle fast gleich sind. 

Im Laufe der Geschichte wechselt man zwischen dem Jahr 1963 und 2009. Die Erzählungen der jeweiligen Einzelgeschichten ist streckenweise langatmig, wobei mir die Passagen aus 1963 am besten gefallen haben. Dort kam eine gewisse Stimmung auf, die im Rest des Buches nicht vorhanden ist.
Vieles ist für den Verlauf total unwichtig und irrelevant. Es hilft natürlich einen größeren Überblick über alles zu bekommen, die Autorin schweift aber zu weit aus. Zwischendrin musste ich mir immer wieder klar machen, um was es eigentlich geht: nämlich das schreckliche Familiengeheimnis um Cecilys tragischen Tod.

“Diese Familie ist vergiftet.” Er starrt mich an. “Sie werden es dir nicht sagen, aber sie sind es. Lies es! Finde den Rest! Aber sage es niemandem, lass niemanden sonst es sehen!” (S. 110)

Mal abgesehen davon, wie mir der Inhalt gefallen hat, muss ich den locker-leichten Schreibstil und den trockenen Humor des Buches hervorheben. Die Sprüche kommen so aus dem Nichts, dass man oft schmunzeln muss, man könnte auch sagen: Typisch britischer Humor ;)

“Ich bin nicht in der Stimmung für banale Gespräche über Beerdigungen, und ich bin nicht in Stimmung für die schöne sonnige Jamie, der ich morgens eine reinhauen möchte, so munter ist sie.” (S. 266)

Zwischendurch war ich wirklich versucht, aufzuhören. Allerdings ließ mich Cecilys Tagebuch doch nicht los. Ich wollte unbedingt wissen, was es nun mit ihrem mysteriösen Tod auf sich hat. Leider war ich nicht wirklich überrascht, ich wartete immer auf den Clou, der einfach nicht auftauchte.

Fazit: Leider bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Der Klappentext ist auch wirklich irreführend. Man erwartet nicht, dass plötzlich die Beziehungsprobleme der Protagonistin im Mittelpunkt stehen. Das Buch hat mich im Endeffekt nicht wirklich überzeugt.

2 Sterne

 

Buchdaten:
Taschenbuch – 592 Seiten
Preis – 9,99 € [D]
Erscheinungsdatum 01. März 2013 (1. Auflage)
Originaltitel: Love Always
Autorin – Harriet Evans
Genre – Roman
ISBN: 978-3-426-51190-9

Mein herzlicher Dank geht an den Droemer Knaur Verlag, für dieses Rezensionsexemplar!

amazonKnaur

Das war “Buchmesse Frankfurt” 2012

Freitag, der erste Messetag:

Beim Packen am Vorabend hat jemand meinen Koffer für sich beansprucht ;)

Am Freitag um 4:00 hieß es “Aufstehen und fertig machen”. Überhaupt nicht müde, ging es dann um 5:15 *gäähn* mit dem Taxi zum Salzburger Hauptbahnhof, wo auch schon Steffi topfit auf mich wartete. Dank unserer sorgsamen und vorausschauenden Planung mussten wir wohl auf unseren Provianteinkauf im Supermarkt dort verzichten und uns beim Bäcker mit Essen/Trinken für die Fahrt eindecken. Dann ging auch endlich der 6h Trip nach Frankfurt los (Danke Steffi fürs Reservieren!!!). Kaum eingestiegen, waren wir auch schon da… ;-) 

Eigentlich wollte ich mir ein paar Bücher direkt auf der Messe kaufen, da das Feeling einfach so toll ist. Zum Glück hat sich die Erinnerung in mein Hirn geschlichen, dass ich diese Bücher ja auch signieren lassen möchte. Also ging es geradewegs in den Bücherladen am Bahnhof. Dort wanderten auch schon die ersten Bücher in meinen noch halbwegs leeren Koffer:”Abgeschnitten” von Fitzek/Tsokos, “Soul Seeker 1″ von Alyson Noël und “Legend” von Marie Lu.

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann doch endlich auf der Messe und allein der Anblick hat uns die Anfahrt und unsere Müdigkeit vergessen lassen =)


© BeautyBooks

Als erstes haben wir den wohl beeindruckensten Stand besucht: Droemer Knaur.Dort war auch gleich unser erster Termin, die Buchvorstellung von Heinrich Steinfests “Das himmlische Kind“. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mich das Buch nicht so wirklich interessiert hat, Steffi hat mich halt mitgeschleift. Nach der Vorstellung hätte ich mir sonst wo hin beißen können, weil ich das Buch nicht auch noch vorher gekauft habe…
Am liebsten hätte ich es ihm aus der Hand gerissen und sofort angefangen zu lesen!


               Droemer Knaur-Stand                                        Heinrich Steinfest

Steffis straffer Zeitplan lies es tatsächlich zu, dass wir einige Zeit einfach so durch die Messe schlendern konnten. Einmal ohne Menschengedränge durch die Stände und Aufbauten zu gehen, hat echt was. Daran könnte ich mich echt gewöhnen.

Um 16:00 startete wieder bei Droemer Knaur unser nächster Pflichttermin: Sebastian Fitzek!!!
Letztes Jahr leider verpasst, ein Jahr lang darüber geärgert und dieses Jahr war es dann endlich so weit ;) 

Da die Frau seines Mitautors Michael Tsokos an diesem Tag ihr Kind auf die Welt gebracht hat, war dieser leider nicht anwesend. Nichtsdestotrotz war die Buchvorstellung eine wirklich gelungene Veranstaltung. Nur Sebastian Fitzek schafft es, einen Thriller mit Witz und Charme dem Leser näher zu bringen, ohne dabei makaber zu wirken. Auch die teils bissigen Fragen des Interviewers konnten ihn nicht aus der Ruhe bringen. Einige Anekdoten haben die Zuhörer wirklich zum Lachen gebracht. Ein wirklich sympathischer und lustiger Autor. Da macht das Lesen doch gleich noch mal mehr Spaß ;-)

Tag 2 unseres Messemarathons:

Der Tag konnte nicht besser starten. Naja, fast. Wir waren zu einem Frühstück mit den Hannika Sisters eingeladen, in einem wirklich schicken Hotel. Wenn das kein Grund zur Freude ist =)
Nur hatten wir ein kleines Problem mit der Anreise, wie sollte es auch anders sein… Im Grunde fing alles ganz gut an, wir haben uns vorher die optimale Route ausgesucht und bis zur letzten Haltestelle verlief alles perfekt nach Plan. Wir wollten schon jubeln, als die U-Bahn statt geradeaus, nach links abbiegt – Baustelle!!! Wir sind also ausgestiegen, total planlos durch die Gegend gelaufen, bis wir auf die Idee gekommen sind zur Bushaltestelle zu gehen und den Stadtplan abzufotografieren. Irgendwie haben wir es dann doch noch mit Müh und Not geschafft, heil dort anzukommen ;) Als Entschädigung haben wir nicht nur toll gefrühstückt, sondern auch zwei überaus nette Autorinnen und viele tolle Blogger kennengelernt.

Gott sei dank haben uns Nanni von “Fantasie und Träumerei” und Eva von “Tea Chocolate and Books” in ihrem GRÜNEN!!! Auto zur Messe mitgenommen (das ist nie im Leben gelb ^.^)

Auf der Messe angekommen, liefen wir Richtung Loewe-Stand. Als wir sahen, dass bei Ursula Poznanski fast keine Schlange mehr ansteht, sind wir schnell hoch gerannt, ich hab mir schnell noch ihr Buch gekauft und haben unsere Bücher dann signieren lassen.

 

Direkt am Anschluss ging es mit Bettina Belitz weiter, die aus ihrem neuen Buch “Linna singt” vorlas und anschließend signierte. Ich muss mal wieder zugeben, dass ich nur wegen Steffi dort war und ich nicht wirklich Interesse an dem Buch hatte. Wie sollte es anders sein? Nach der Lesung wurde auch dieses Buch gekauft und signiert ;-) 

 

 

 

So wirklich zur Ruhe kamen wir nicht. Es ging danach zum Coppenrath-Verlag, um unsere Ausgaben von “Schattenspieler” signieren zu lassen. Nach einigem Warten kam plötzlich Michael Römling, um sein Buch zu signieren. Natürlich musste mir was unglaublich peinliches passieren: Ich habe übersehen, dass schon eine Signatur in meiner Ausgabe war… Da hab ich wohl die ersten Seiten überblättert. Ich hätte echt schwören können, dass ich das Buch ausgepackt hab. Irgendwie scheint mich die Aufregung auf die Messe etwas verwirrt zu haben ;) Naja, er fand es nicht schlimm und unterschrieb gleich noch einmal.

 

Nachdem auf unserer To-Do-Liste abgehakt werden konnte, ging es weiter zu Marie Lu. Obwohl wir 45 Minuten zu früh dort standen, waren schon etliche Leute vor uns. Später waren jedoch mehr Leute hinter uns. Über diese Tatsache waren wir echt froh. Dann ging es doch recht schnell. Oben angekommen stellte sich raus, dass Marie Lu nicht nur äußerst hübsch, sondern auch noch richtig sympathisch und trotz anstengendem Dauersignieren locker und lustig drauf ist.

 

Im Fahrstuhl unseres Hotels haben wir dann auch gleich noch Wulf Dorn und Paul Cleave getroffen. Schade, dass der Aufzug so schnell war, denn die zwei waren echt lustig. Ein nettes “Miss you” kam noch von Paul Cleave, als er uns im Fahrstuhl alleine lies ;)

Wer denkt, ich durfte mich nach diesem anstengenden und auch schönen Tag endlich ausruhen, liegt falsch. Nicht mit Steffi… Nein, natürlich nicht… Also wieder durch halb Frankfurt. Dieses mal bei Nacht und mit noch weniger Plan, wie die Fahrt am Morgen. Denn dieses mal standen wir nach 1,5h Fahrt plötzlich im Nirgendwo und wussten nicht wohin. Gott sei dank haben wir zwei nette Frankfurter getroffen, die wir ein Stück begleiten konnten, um zu unserem nächsten Termin zu gelangen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass sich der Aufwand echt gelohnt hat, denn es ging zur Lesung von C.M.Singers erstem Buch einer Trilogie “… und der Preis ist dein Leben”.
Ja, mal wieder muss ich zugeben, dass ich nicht vorhatte das Buch zu erwerben. Tja, und WIEDER lag ich falsch. (Tipp: Geht nie mit Steffi zusammen auf die Buchmesse. Ihr seid danach arm. Ständig empfiehlt sie einem Bücher und zwar so lange, bis man es sich kauft, weil sie einfach überzeugende Argumente hat ^.^)

Die bisher netteste Autorin, die ich treffen durfte: C. M. Singer. Sie hat nur ein paar Passagen aus dem ersten Band vorgelesen und sofort war klar “Das MUSST du haben!!!”
Nebenbei hat man auch endlich mal ein paar Leute hinter den Blogs kennen gelernt. So trafen wir:
Alexandra vom Bücherkaffee, Vanessa von Glitzerfee’s Buchtempel, Sunnyle von Bücherjunkie Sunnyle, Cat von Little Dhampir’s Leseecke, Lisa von Schmetterlings Literaturreise, sowie die beiden Autorinnen Katja Piel und Stefanie Maucher. Ein lustiger Abend war es auf jeden Fall. Trotzdem waren wir sehr froh, dass uns die Autorin persönlich zu unserem Hotel gefahren hat. Wir würden da heute noch herum irren… 

Der letzte Messetag – Sonntag:

Leider hab ich es verpasst, auf der Lesung Bilder zu machen. Zum Glück haben wir C.M.Singer am nächsten Tag noch mal auf der Messe getroffen, um das nachzuholen ;)

Der Sonntag war definitiv der Märchen-Tag. Steffi und ich sind den Märchen- und Kinderbüchern förmlich hinterher gesprungen. Am liebsten hätten wir alles zusammen gekauft. Ein paar Bücher mussten aber auch für unsere Liebsten mitgenommen werden und somit landeten diese Bücher noch in meinem (zum Bersten gefüllten) Koffer. “Viel Spaß,  kleiner Fuchs” ist übrigens der absolute Renner bei meiner Kleinen. Sie fängt schon halb an zu lachen, wenn sie das Buch sieht, weil es so schön quietscht, wenn man es schüttelt. Die Grüffelo-Brotdose hab ich meinem Freund gleich am nächsten Tag hergerichtet :-D Er darf da ja auch nicht zu kurz kommen.

Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch zu Simon Beckett und haben uns auch darauf gefreut. Allerdings verging uns die Freude beim Anblick der wartenden Meute. Es war VOLL!!! Also haben wir es lieber sein lassen und uns mit einem Foto zufrieden gegeben.

Als eingefleischter Iny Lorentz-Fan stand natürlich auch noch die Signierstunde mit dem Autorenpaar auf dem Programm. Vor ungefähr 7 Jahren hab ich das erste Iny Lorentz Buch gelesen und seitdem liebe ich Historische Romane! Da hat es mir natürlich besonders gefallen, die beiden persönlich zu treffen. Letztes Jahr ging es leider nur von der Ferne (schüchtern und so ^.^)

Tadaaaaaa…. :)

Wir konnten es kaum glauben: Nur noch eine Pflichtveranstaltung stand auf unserem Plan und dann hätten wir (bis auf Simon Beckett) alles abgehakt. Wahnsinn… :)
Der letzte Termin war…… Alyson Noël!
Die Frau ist ein richtiges Freudenpaket und ihre Ausstrahlung ist echt unglaublich. Sie sprüht förmlich vor Spaß. Nach einer lustigen Buchvorstellung haben wir dann unsere Exemplare signieren lassen und somit war auch der letzte Tag vorbei.


 

Schade, das war es leider schon. Auch wenn mein Buchmessebericht so detailiert und lang ausgefallen ist, hoffe ich doch, dass ihn jemand zu Ende liest ;)

Die Messe war mal wieder sehr sehr toll und aufregend. Ich hab viele nette Menschen kennen gelernt und viel erlebt. Aber schlussendlich war ich dann doch froh, wieder zu Hause zu sein und mich neben meine Kleine zu legen ;)

[Rezension]: Dark Queen – Kimberly Derting

Quelle: Egmont Ink

Zum Inhalt:

“Unser Gesellschaftssystem ist simpel aufgebaut: Es besteht aus mehreren Klassen, die neben der Amtssprache auch noch die klassenspezifische Sprache sprechen. Dabei müssen bestimmte Regeln eingehalten werden. So muss man die Augen senken und nicht reagieren, sollte eine Sprache gesprochen werden, die über der der eigenen Klasse steht. Tut man dies nicht, bedeutet das den sicheren Tod.

Über alldem steht die Königin, deren Sicherheit und Wohlergehen oberste Priorität haben. Sie hat kein Erbarmen und bestraft diejenigen, die sich nicht an diese strengen Regeln halten

Was ich damit zu tun habe? Nun, zum einen bin ich Teil dieser Gesellschaft und muss mich somit an diese Regeln halten. Zum anderen habe ich eine bestimmte Fähigkeit, die nicht nur mich, sondern auch meine Familie und Freunde ins Verderben stürzen könnten. Ich heiße Charlie und meine Fähigkeit ermöglicht es mir nicht nur jede Sprache zu verstehen, sondern auch zu sprechen!”

Meine Meinung:

Wie Titel und Cover vermuten lassen, geht es hier dunkel zu. Grund heirfür ist die aktuelle Regentin, deren Herzlosigkeit und Grausamkeit nicht davor zurückschrecken, ihre eigene Tochter für ihr persönliches Wohl zu opfern. Dass sie mit dem Volk nicht weniger brutal verfährt, ist abzusehen.

Die Protagonistin Charlie besitzt die gefährliche Gabe, jede Sprache zu sprechen und zu verstehen. Zuerst habe ich die eigentliche Problemstellung nicht erkannt, was mir erst beim Fortschreiten der Geschichte klar wurde: Wenn man alles versteht, weiß man auch, wenn über einen selbst geredet wird. Dabei still zu halten und keine Reaktion zu zeigen, die vermuten lässt, dass man das Gesprochene verstanden hat, fällt sicherlich nicht immer leicht. Das wird wohl jeder nachvollziehen können. Zum anderen hat sie manchmal Probleme, die Sprachen auseinander halten zu können. Das dies des öfteren zu brenzligen Situationen führt, wundert nicht mehr.

Noch ein großes Problem: Man kann niemandem mehr trauen. Um sich bei der Königin einzuschmeicheln und ihr Wohlwollen zu erschleichen, werden manche sogar von den eigenen Freunden und Verwandten verraten. Auch wenn sich die Anschuldigungen als haltlos erweisen, bedeutet das für die Betroffenen der Galgen.

Für Charlie ist es oft nicht leicht, ihre Fähigkeit vor ihren Freunden geheim zu halten. Trauen kann sie niemandem!
Sie ist auch generell der Typ, der sich lieber im Hintergrund aufhält und so wenig wie möglich auffällt. Daher wird sie neben ihrer extrovertierten, äußerst hübschen und kontaktfreudigen Freundin Brooklynn oft in den Schatten gestellt. Letztere feiert gerne in illegalen Clubs und schmeißt sich mit Herzenslust an jeden Jungen ran, der ihr in die Quere kommt.

Im Laufe der Geschichte entwickelt sich die Protagonistin immer weiter. Ich konnte ihre Entscheidungen allerdings nicht immer nachvollziehen. Oftmals war ich versucht, sie zurecht zu weisen und ihr zu sagen „Tu das bloß nicht!!!“, was daraus schlussfolgern lässt, dass ich definitiv zu ängstlich und nicht tough genug bin ;-)
Ebenso wie sie, schwankten meine Gefühle und Ansichten gegenüber der anderen Personen. Eine Zeitlang waren gewisse Charaktere sympathisch, was sich jedoch ein paar Seiten später wieder ändern konnte.

Sprachlich ist das Buch in der Jugendsparte einzuordnen. Durch den leicht lesbaren Schreibstil wird der Lesefluss aufrecht erhalten, was einen kontinuierlichen Spannungsaufbau ermöglicht.
Generell bin ich kein Fan von unnötigem Ausschmückens der Geschichte drumherum. Deshalb war ich umso erfreuter, dass die Autorin sich auf das Wesentliche beschränkt und sich nicht in ewig langen Beschreibungen verliert, die die Spannung abflachen und einen aus dem Geschehen reißen. Trotzdem bleibt die Bildhaftigkeit erhalten.

Fazit: Für mich gehört das Buch zu dem Bereich “Positive Überraschung”. Es hält für den Leser viele Wendungen bereit, die man so nicht erwartet hätte. Band 2 wird definitiv weiter gelesen, was in der heutigen Fülle der Trilogien nicht mehr selbstverständlich ist!

4 Sterne

–> Leseprobe

Buchdaten:
The Pledge-Serie
1. Dark Queen (orig. The Pledge)
2. orig.: The Essence (1. Januar 2013)
3. Noch nicht bekannt!                              
Hardcover – 362 Seiten
Preis – 17,99 € [D]
Erscheinungsdatum 08. März 2012 (1. Auflage)
Originaltitel: The Pledge
Autorin – Kimberly Derting
Genre – Urban-Fantasy
ISBN: 978-3-8639-6017-9

 

 

 

 

 

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